In vielen Literaturhinweisen trifft man auf die Tatsache, dass Weihrauch seit Alters her verwendet wurde, um seine desinfizierende Wirkung zu nutzen, aber auch um bei Ritualen, Meditation oder anderen Begegnungen, die öffnende Komponente zum Himmlischen zu nutzen. Weihrauch wurde aber nicht pur verräuchert, sondern eher im Mischungen. Was sicherlich auch am Preis lag. Bestimmte Mischungen wie Kirchenweihrauch enthielten auch Gewürze und Myrrhe. Myrrhe ist aber treurer als Weihrauch, weshalb hier sehr viel gemischt wurde.
Warum aber die Mischung aus Weihrauch und Myrrhe?
Nun, erst einmal, und das haben wir ja schon festgestellt, ist Weihrauch eher für die Himmelung zuständig. Das Gegenstück dazu ist die Erdung. Und da haben wir nun die Myrrhe. Weihrauch symbolisiert den männlichen Aspekt, Myrrhe den weiblichen. Yang, hell, Himmel, Geist – trifft auf Yin, dunkel, mütterliches, Erde. Weihrauch ist eher sonnig, erfrischend, in guter Qualität auch zitronig – Myrrhe ist dunkel(braun), rötlich-bräunlich und nicht durchsichtig und gibt die Energie der Erde wieder. Myrrhe verhilft uns zur Erdung, wovon wir durchweg nicht genug haben. Myrrhe beruhigt und lässt wieder klarer Denken.
Gibt es eigentlich die Mischung aus Weihrauch und Myrrhe als Räucherstäbchen? Ich habe noch keine gefunden. Also wieder ein kleiner Versuch, diese Mischung als Räucherstäbchen zu verwenden.
Dazu Myrrhe in einem Mörser fein zerkleinern, oder fein gemahlene Myrrhe günstig kaufen und damit das Weihrauch Räucherstäbchen einreiben. Es sollte genügend Myrrhe am Räucherstäbchen haften bleiben um die Wirkung beider Komponenten spürbar zu machen.
Ein Versuch ist es jedenfalls wert! Aber bitte immer daran denken – nur natürliche und reine Zutaten garantieren einen unverfälschten Räucherspaß.
